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Didgeridoo Bauanleitung "Sandwichtechnik"
Teil 8

DSC06126.jpg (39894 Byte)

Ölen:

Jetzt sollten wir das Didge aber möglichst schnell ölen!
Wenn's so wie's jetzt ist in der Wohnung rumsteht, dann reisst`s innert weniger Tage! Ich verwende zum ölen Leinöl. 
Lackieren ist bei feuchtem Holz ungeeignet, da sonst die Feuchtigkeit eingeschlossen wird. 
Bei bereits getrocknetem Holz kann man auch Bootslack verwenden, der einen hohen Ölanteil erhält damit die Restfeuchtigkeit entweichen und das Holz atmen kann. Allerdings riecht er noch recht lange.
Am besten verwendet man ein alte Pfanne oder was ähnliches und einen Becher. Jetzt giesst man das Öl so lange durch das Didge bis die Wände überall benetzt sind. (Didg schräg halten und unter langsamer Drehung das Öl mehrere Male durchgiessen).
 
Jetzt können wir mit einem Pinsel oder einem Stück Stoff das Didge auch noch aussen ölen. Wichtig sind vor allem die Schnittflächen bei Ästen sowie unten und oben. Diese kritische Stellen mehrmals nacheinander gut einölen.

Das untere sowie das obere Ende (Mundstück) kann man auch je für ca. 1h in der Pfanne mit dem ausgelaufenen Öl stehen lassen, damit sich das Holz schön vollsaugt. 
Das Öl verhindert, dass das Holz zu schnell austrocknet und macht's zudem noch etwas Resonanter. 
Falls man ein Wachs oder Kokosmundstück anbringen will, die entsprechende Stelle vor dem Ölen mit etwas Wachs abdecken und nachher wieder anschleifen. Der Kleber klebt sonst nicht mehr auf dem öligen Untergrund. 

Reines Leinöl mit Terpentinersatz oder Orangenöl oder Balsamterpentin verdünnen. Es zieht dann tiefer ins Holz ein und trocknet etwas schneller.

Vorsicht: nach dem Durchgiessen läuft noch einige Zeit überflüssiges Öl aus!

Das Didge klingt jetzt noch nicht optimal, das kommt jetzt erst mit der fortschreitenden Trocknung des Holzes.

Anstelle von Leinöl können andere im Handel erhältliche Holzöle (Hartöle) verwendet werden.
Es gibt von AURO, Volvox, Livos oder Ultranature fertige Mischungen. Sie heissen Natur-Hartöl oder Holz-Öl oder ähnlich.

Diese sind unproblematisch beim Trocknen, dringen hervorragend ein und machen eine sehr widerstandsfähige Oberfläche.

Pflege:

Am Anfang das Didge noch öfters ölen. (auch innen!) 
Später je nach dem wie häufig gespielt wird. 
Vor und nach dem ölen jeweils nicht spielen (ca. 1 Tag), damit das Didge richtig trocknen kann. 

Wenn das Didge immer gut geölt wird sollte es eigentlich auch nicht so schnell Risse geben. 

Wichtig ist auch das man das Didge immer gut austrocknen lässt, damit's nicht anfängt zu schimmeln. 
Das austrocknen schadet dem Holz nichts, denn es liegt bei einem gut geöltem Didge unter einem schützenden Ölfilm! 

Das geölte Didge zu Wässern ist nicht gut, bringt die Gefahr, dass der Ölfilm irgendwo nicht ganz dicht ist und das Didge reisst weil das Holz einseitig feucht wird. Auch wenn man "wasserfesten" Leim verwendet hat, würde er sich auflösen.

Vor Spielbeginn etwas Wasser hindurchlaufen lassen, das hält es aber aus.


Die ganze Anleitung ist viel länger geworden als ursprünglich gedacht. 
Ich hoffe der Aufwand hat sich gelohnt und wird einigen von euch behilflich sein!

Bedanken möchte ich mich bei:

Johannes Schildkamp (Yedaki.de)
Matthias (gemeinsames Didge-bauen und Spielen + Bilder von seinen Didge's)
June (Korrekturlesen)

der
Hier kann man sich in die Liste eintragen
(viele Inputs)
© Peter Siegrist, (trilobyte) 2001 Letzte Änderung 2001-03-07
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